Camp Tag 5: Bulb auf 3000 m gesichtet!

Wir sind durch Zufall über eine Frau gestolpert, die im Schatten des C-Base-Zeltes an einem nicht zu identifizierenden Objekt bastelt. Wir waren gerade auf unserem gestrigen Fremdprojekt-Besichtigungsrundgang. Bildhauerin ist sie und auf unsere Nachfrage erklärt sie uns, dass es sich bei dem Projekt um einen Hasen handelt, der in einer Kugel sitzend am folgenden Tag mit einem Wetterballon in die Luft starten darf. Das weckt endgültig unsere Neugier.

Einen unserer r0cket-Badges will keiner so recht spenden, um ihn mit dem Hasen mitzuschicken auf unsichere Mission. Aber einen Bulb können wir spenden. Der darf mit. Stefan lötet den noch schnell am frühen Abend und der Hase hat seinen Bulb.

Heute um 11 Uhr finden sich einige Frühaufsteher am C-Base-Zelt ein, um die Hasen-Kugel mit Schnüren am Fallschirm festzuknoten. Dann stapft die ganze Truppe zum Flugplatz. Dort wird der Wetterballon mit Wasserstoff gefüllt und der Hase mitsamt Bulb dran befestigt. Um 12:10 Uhr ist Abflug – etwa 50 Leute verabschieden den Hasen mit Jubel und Applaus.

Das Android-Handy, das dem Hasen beiliegt, sendet schon nach wenigen Minuten die erste SMS mit den GPS-Koordinaten: 3000m haben Hase, Handy und Bulb bereits erreicht, Tendenz weiterhin steigend. Nach der Windrichtung Nord-Ost zu schließen, wird der Hase wohl in Polen oder in der Ost-See landen. 10 Stunden Flugzeit werden ihm prognostiziert – so die Erfahrung des C-Base-Projektteams. Bei den letzten beiden solchen Wetterballon-Projekten war es so, sagen sie. Sobald der Wetterballon in den höheren Sphären platz, sorgt der Fallschirm für eine sanfte Landung. Mit etwas Glück wollen sie den Hasen dann wiederfinden.

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Camp Tag 3: Halbzeit und hoher Besuch

Ja, es ist leider schon Halbzeit beim Chaos Communication Camp 2011. Aber die Stimmung ist selbstverständlich ungetrübt. Gestern begann der Verkauf der Camp-T-Shirts und Camp-Pullover. Da sich das Wetter noch nicht vollständig dazu durchringen konnte, den Nerds wohlgesinnt zu sein, waren die Camp-Pullover bereits gestern ausverkauft :). Nachts wird es immernoch knackig kalt, auch wenn für die kommenden Tage steigende Temperaturen gemeldet werden.

Die Sonne blinzelt ab und an zwischen den Wolken durch. Wen es trotzdem friert, dem hilft eben nur wärmen. Dafür wird dem Nerd genügend Auswahl geboten: Chai-Tee, normalen Tee, heiße Schokolade, Kaffee und Cocktails gibt es auf den Hauptversorgungsstraßen, der “Launch Pad Road” und der “Ijon Tichy Alley”. Dazwischen findet sich neben Würstchen und Crêpes auch Pizza, Burger, Geschnetzeltes, Mexikanische Gemüsepfanne, Ofenkartoffeln …. Es bleibt kaum ein Wunsch unerfüllt. (Meine Tasse durfte unter die Hard-Core-Kaffee-Maschine von Café Revolution – hat auf diese Weise schon mehrere Pappbecher gespart)

Nach dem Essen kann man hier auch die nötige Ruhe finden:

Natürlich finden weiterhin viele interessante Vorträge und Workshops unterschiedlichster Art statt (na wer errät was hier ge-workshopt wird? 🙂 ):

  

Die Blinkenarea ist den ganzen Tag gut besucht (wenn man bedenkt, dass der “Tag” hier gegen 11 Uhr beginnt und nicht vor 1:30 Uhr endet). Der Blinken-Nerd beginnt im Alter von 7 Jahren bereits damit, ein Bulb zu löten, und zwar erfolgreich, versteht sich! Da hat sich die Taschengeld-Investition gelohnt! Wir könnten glatt beim Chaos macht Schule Projekt teilnehmen.  Seit gestern ist übrigends auch vom AKL-Mini kein Bausatz mehr da.

Ach, und falls Ihr Euch fragt, wer der hohe Besuch war:

Heute Abend hat uns fefe besucht und den Entstehungsprozess eines Bulbs stundenlang fasziniert verfolgt. Am Ende hat er sogar selbst noch den Lötkolben geschwungen und sein r0cket-Badge gepimpt. Er ist jederzeit wieder willkommen, und vielleicht können wir ihn eines Tages doch noch zum Löten eines Blinken-Bausatzes motivieren 🙂

 

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Camp Tag 2: Zweiter Presse-Auftritt

Sind wir jetzt im Fernsehn? Ja das sind wir jetzt – Stefan auf jedenfall.

Wir dürfen wieder von unseren BlinkenArea-Projekten erzählen und wie wir uns von der Blinkenlights-Gruppe unterscheiden. Das bluebox-Projekt steht im Mittelpunkt des Interesses. Und Ingo geht – wenn auch zaghaft – auf den Vorschlag ein, dass die Blinkenlights-Truppe unser BlueBox-Projekt in Miniaturform nachbaut. Im Gegenzug zu den Blinkenlights-Projekten, die in der Vergangenheit immer höchst ambitioniert von der BlinkenArea nachgebaut wurden, versteht sich.

Mal sehen, ob demnächst ein BlueBlox-Nachbau blinken wird.

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Camp Tag 2: Erster Bausatz ausverkauft

Nachdem wir heute mit einem etwas lahmen Vortrag über “Wie mache ich interessante Workshops” in den zweiten Chaos-Camp-Tag gestartet sind, fand anschließend eine sehr interessanter Vortrag des gemeinnützigen Vereins Digitale Gesellschaft e. V. statt. In dem Vortrag hat sich der Verein mit seiner noch recht kurzen Gründungs- und Bestehensgeschichte und seinen Zielen vorgestellt.

Für das eine Jahr seit Beginn des langwierigen Gründungsprozesses hat der Verein mit seinen 20 Mitgliedern schon einige coole Kampagnen und Aktionen zum Thema Netzpolitik  zu verzeichnen. Die selbst auferlegte Kernaufgabe sei, Themen wie digitale Bürgerrechte und Netzpolitik an die Gesellschaft heranzutragen. Und ganz wichtig: “nicht nur für Nerds” sollen die Aktionen sein, sondern “im Extremfall auch für unsere Eltern”.

Um das zu erreichen möchten sie u. a. eine Kampagnenplattform bieten, um Bewegungen mit vorhandener Infrastruktur schneller und einfacher zu planen und durchzuführen. Etwas derartiges fehlt laut Markus Beckedahl in Deutschland noch, um mit der vorhandene Energie und Motivation etwas zu bewegen – im großen Stil natürlich.

Auf die Frage, wie man sie denn sinnvoll unterstützen könne, werden wir neben der Spenden-Möglichkeit darüber aufgeklärt, dass man sich auf der Webseite registrieren könne und dann im Falle eines Aufrufs durch den Verein die  Beteiligung an Aktionen willkommen sei.

Als wir hochmotiviert und vor Engagement nur so strotzend aus dem Vortragshangar gestürmt sind wurden wir mit durch und durch wärmenden Sonnenstrahlen belohnt. Leute mit durchschnittlichem Wärmeempfinden können heute Nachmittag den Pullover auch mal im Zelt liegen lassen und im T-Shirt über das Camp schlendern. Das führt zu einem völlig neuen Camp-Gefühl – wir betreten Zelte allein aus Interesse für die Projekte und nicht nur wegen der regenundurchlässigen Eigenschaft selbiger :).

Auch die Hubi-Flieger haben die Gelegenheit, einmal ganz entspannt ihr Können zu zeigen.

Das treibt auch viele Besucher zu uns ins Zelt und die Lötkolben kühlen kaum noch ab. Der BlinkenLEDs Plus Bausatz ist bereits ausverkauft.

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Camp Tag 1: Endzeit- und Abendstimmung

Nach dem sehens- und hörenswerten Vortrag von Frank und Rop waren wir etwas ent-idealisiert. Die Rede war vom Untergang der Welt wie wir sie kennen aufgrund der schwindenden Öl-Ressourcen usw., den Auswirkungen auf unser tägliches Nerd-Leben und wie wir uns darauf vorbereiten sollen.

Eine der Empfehlungen war: alles ausdrucken (!) was mal wichtig sein könnte :)! Die Gedanken an “wie geht es ohne Öl weiter” sind sicherlich niemandem von uns unbekannt, aber für uns Nerds ist Elektrizität, Internet und Kunststoff für unsere Spielsachen im täglichen Leben recht wichtig. Die Vorstellung, dafür Alternativen und Lösungen für “ohne alles” finden zu müssen, scheint schwierig.

Den Tip,  auf nachhaltige Geräte & Werkzeuge zu setzen, Dezentralisierung zu fördern, alte unabhängige Techniken ins moderne Zeitalter zu migrieren und mit Ressourcen sparsam umzugehen, nehmen wir nachdenklich zur Kenntnis, verschieben die Umsetzung dessen aber auf nach das Camp ;).

Was würden wir ohne den verschwenderischen Umgang mit … öhm … z. B. Licht machen?

aber nicht nur wir machen “Lichtkrach” … die Konkurrenz auf dem Camp ist groß:

(von links nach rechts und oben nach unten: beleuchtetes Flugzeug neben der BlinkenArea, “DJ-Lenin”, Ijon-Tichy-Alley, Fairydust, Hack Center)

Update: Ach ja, und das Wetter hat sich Wind-technisch etwas beruhigt, dafür regnet es ziemlich viel. Die Prognosen sehen leider nicht besser aus – momentan prophezeit wetter.com, dass es bis einschließlich Montag praktisch durchregnet. 🙁

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Camp Tag 1: Startschuss und erster Pressetermin

Juhuuu! Der Startschuss ist gefallen!! Unter  großer Begeisterung der Camp-Besucher hat Frank das Camp heute Mittag eröffnet.

Jehs Ohlig, Lars Weiler und Nick Farr haben bei ihrer Key Note “Hackers in space” an die Nerds appelliert, gemeinsam dafür zu sorgen, dass 2020 der erste Hacker im Orbit ist und kurz darauf der erste Hacker auf dem Mond. Freilich mit Rückfahrschein – so Nick auf die besorgte Nachfrage aus dem Publikum. Und warum ausgerechnet in den Orbit? “There is space, so we should hack it”. Darüber waren sich die drei einig und konnten sicherlich einige der Anwesenden überzeugen. Beim nächsten Camp – so der Plan – wollen wir schon einen entscheidenden Schritt weiter sein.

Auf dem Camp sind die für Raketenbau und Raumfahrt zuständigen Communities offenbar vertreten, denn im auf die Key Note folgenden Vortrag über Raketenantriebe wurden wir glatt abgehängt – spätestens ganz sicher bei den Fragen aus dem Publikum waren wir überfordert :).

Also sind wir wieder zurück zur BlinkenArea geflüchtet … Und kurz darauf wurde Stefan von einer ganz netten Reporterin für einen-Radio Beitrag für den WDR entdeckt. Stefan durfte ihr in einem Interview ein paar Sätze zur BlinkenArea erzählen (Was wir machen und warum wir auf dem Camp sind usw.) und lieferte damit Material für eine Sendung über das Camp, die im WDR ausgestrahlt werden soll. Wir sind sehr gespannt darauf!

 

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Camp Tag 0: Netzwerk performt

Seit heute haben wir Netz dank NOC !! Wie man so hört, scheinen wir einige der wenigen Privilegierten zu sein, die das schon von sich behaupten können.


Der Wind hat sich zunehmend als die größte Herausforderung herausgestellt. Die Wind-Böen haben es schon geschafft, unser BlinkenArea-Zelt zum Fliegen zu bringen. Es ist aber dank Stefans schneller Reaktion alles heil geblieben. Zur Absicherung gegen den Wind haben wir vom nahe gelegenen Baumarkt drei “Spezial-Heringe” (50 cm lange Zaunpfostenanker mit Gewinde) besorgt und das Zelt an 3 Stellen daran mit Spanngurten tief im Boden befestigt. Das sieht stabil aus und sollte halten.

Dieses Mal gibt es für jeden Camp-Teilnehmer ein r0cket-badge zum selbst zusammenkleben mit ganz netten Funktionen: Man kann mit einem kleinen Joy-Stick space invaders spielen und den aktuellen Camp-highscore einsehen :). Eine Zeit lang bin ich an der Highscore-Spitze mitgeschwommen, aber zwischenzeitlich bin ich weit zurückgefallen. Mit der anwesenden geballten Kompetenz kann ich wohl nicht mithalten :).

Besonders spannend ist, dass man für das r0cket-badge selbst Programme schreiben kann. Wir sind gespannt, was dabei entstehen wird.

Wer möchte, kann sein r0cket-badge außerdem für das AtendeeMetaData Projekt freischalten, mit dem man mit einer “blinking wall” interagieren und Daten mit anderen badges austauschen kann. Wir werden noch herausfinden, wo die ist und ob wir die als BlinkenArea zertifizieren können ;).


Unsere Merchandising-Ecke ist eingerichtet, erste Blink-Bausätze sind auch schon verkauft worden und die Blink-Projekte, die wir dabei haben, sind aufgebaut und blinken.


Das Camp kann starten!

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Ankunft auf dem Camp 2011

Als wir gestern und vorgestern in Finowfurt eingetroffen sind, mussten wir feststellen, dass viele andere Nerds auf dieselbe Idee gekommen waren wie wir, und wir ein überraschend gut gefülltes Chaos Communication Camp vorfanden. Zwischen vielen motivierten Nerds macht der Aufbau gleich viel mehr Spaß als allein auf weiter Flur.

   

Die Kunst des Zeltaufstellens lag vorallem darin, einen Zeit-Slot zwischen den Regenschauern zu nutzen. Seitdem die Zelte stehen, wird unser Zelt durch immer mehr große und kleine Blink-Projekte Stück für Stück zur BlinkenArea – seit gestern Abend blinkt auch der TROIA-Prototyp vor dem Zelt. Bisher haben alle Projekte die Anreise überlebt. Jetzt ist nur noch die Frage, ob auch alle Projekte das Camp überleben 😉 – der Wind, der hier herrscht ist teilweise ziemlich heftig.

Das Camp findet auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums in Finowfurt statt und ist eine ziemlich nerdige Kulisse. Es gibt einen großen zentralen Zeltplatz um den die Hangars im Halb-Kreis angeordnet sind. Zwischen den Hangars befinden sich die Versorgungszelte und kleinere Zeltplätze. POC und BlinkenArea haben sich mal wieder gemeinsam an sehr zentraler Steller zwischen den Hangars platziert.

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